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Innere Medizin

NEWS aus der Abteilung - Radiointerview zur Blutspende

Die Innere Medizin als ein Teilgebiet der Medizin, beschäftigt sich mit der Diagnostik und nicht- oder minimal-invasiven Behandlung der Krankheiten innerer Organe. Im Rahmen der Dermatologie befassen wir uns auch mit Erkrankungen der Haut und des äußeren Ohres. Mit der Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems beschäftigen wir uns im Fachbereich der Kardiologie. Neun Tierärzte sind mit der internistischen, intensivmedizinischen, kardiologischen und dermatologischen Betreuung von Hunden, Katzen und Heimtieren betraut. Unser zentrales Anliegen ist eine am Wohlergehen des Patienten ausgerichtete, individuelle medizinische Abklärung und Behandlung. Eine modernste Ausstattung ermöglicht hierbei den Einsatz neuester (State-of-the-Art) Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

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Leistungen und Spezialgebiete

Gastroenterologie

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, einschließlich der Leber und Bauchspeicheldrüse, kommen bei Hund und Katze sehr häufig vor. Hierzu zählen beispielsweise akute und chronische Entzündungen des Magens (Gastritis), Dünndarms (Enteritis) oder Dickdarms (Kolitis), Motilitätsstörungen, Infektionserkrankungen (z.B. mit Viren oder bakteriellen Erregern), ein Befall mit Magen-Darm-Parasiten (Endoparasitosen), Fremdkörpererkrankungen, Magen- oder Dünndarmgeschwüren (Ulzera), Spangenbildungen (Strikturen) im Bereich der Speiseröhre oder des Dickdarms, Entzündungen oder Gefäßfehlbildungen der Leber und die Entzündung oder ein Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse.

Aufbauend auf einer gründlichen Erhebung des Vorberichts (Anamnese) und einer eingehenden klinischen Untersuchung des Patienten, bedürfen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts häufig weiterer diagnostischer Schritte zur Diagnosefindung. Hierzu gehören u.a. Blut- und andere Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und Spiegelung (Endoskopie) des Magen-Darm-Trakts und die Untersuchung von Zell- und Gewebeproben sowie mitunter auch diagnostische Therapieanwendungen (z.B. Eliminationsdiät). Diese Befunde erlauben die Diagnosestellung und ermöglichen eine optimale Behandlung des Patienten. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle. 

Im Bereich der Gastroenterologie, speziell der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (sog. idiopathische Inflammatory Bowel Disease, kurz IBD) bei Hund und Katze, liegt unser Forschungsschwerpunkt.

Endokrinologie

Erkrankungen der inneren Drüsen (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Nebenschilddrüsen) kommen bei Hund und Katze häufig vor und führen in der Regel zu hormonellen Störungen. Hierzu zählen beispielsweise die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) der Katze und die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) beim Hund, der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bei Hund und Katze, die Nebennierenunterfunktion (Morbus Addison) beim Hund und die Nebennierenüberfunktion (Morbus Cushing, Conn-Syndrom) sowie die Unter- bzw. Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypo- bzw. Hyperparathyreoidismus).

Neben einem gründlichen Vorbericht (Anamnese) und einer eingehenden klinischen Untersuchung des Patienten haben labordiagnostische Untersuchungen in der endokrinologischen Diagnostik eine große Bedeutung. Häufig werden zusätzlich die Befunde bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Schnittbildverfahren (CT oder MRT) hinzugezogen. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle.

Nephrologie und Urologie

Die diagnostische Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der Nieren bzw. der oberen (Nierenbecken, Harnleiter) und unteren Harnwege (Harnblase, Harnröhre), welche bei Hund und Katze relativ häufig auftreten, obliegen dem Spezialgebiet der Nephrologie und Urologie. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem die akute bzw. chronische Nierenkrankheit (Niereninsuffizienz), Entzündung der Nieren (Glomerulonephritis) bzw. des Nierenbeckens (Pyelonephritis), Harnsteine im Bereich des Nierenbeckens, der Harnleiter oder Harnblase (Urolithiasis), angeborene Fehlbildungen der Harnleiter wie eine Verlagerung (Ektopie) oder Einengung (Stenose) der Mündung in die Harnblase, bakterielle oder sterile Entzündung der Harnblase (Zystitis), Spangenbildung (Striktur) im Bereich der Harnleiter oder Harnröhre sowie eine Harninkontinenz durch verminderten Schließdruck des Harnröhrenschließmuskels (Sphinktermuskelinkompetenz).

 

Gestützt auf einen gründlichen Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung des Patienten spielen die Befunde labordiagnostischer und bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Spiegelung (Endoskopie) der Harnwege oder Schnittbildverfahren (CT) eine große Rolle in der Diagnosefindung. Neben der medikamentösen Therapie finden zunehmend auch minimal-invasive interventionelle Verfahren (z.B. Laserchirurgie) Anwendung.

Hämatologie und Transfusionsmedizin

Mit Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe befasst sich das Spezialgebiet der Hämatologie. Hierunter zählen Blutveränderungen durch bestimmte Infektionserkrankungen, immunologisch-bedingte Zerstörung von Blutzellen, Bildungsstörungen im Knochenmark und der Verlust von Blutzellen durch Blutung, eine Störung der Blutgerinnung (Hämostase) mit gestörter Blutstillung oder Übergerinnbarkeit des Blutes, Blutungsneigung (Hämophilie) und bösartige Erkrankungen des Blutes wie Blutkrebs (Leukämie). Im Rahmen der Transfusionsmedizin beschäftigt sich dieses Gebiet weiterhin mit dem therapeutischen Einsatz von Blutprodukten, beispielsweise von Blut oder Blutplasma.

Pneumologie

Erkrankungen der Lunge, einschließlich der unteren Atemwege, des Mittelfells und der Pleura kommen auch bei Hund und Katze mit relativer Häufigkeit vor. Hierzu zählen Entzündungen der Lunge (Pneumonie) oder Bronchien (Bronchitis), Verkrampfung der unteren Atemwege (Asthma), Fremdkörpererkrankungen, Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe (Lungenödem) oder in der Brusthöhle (Pleuraerguss) und die verstärkte Einlagerung von Bindegewebe in die Lunge (Lungenfibrose).

 

Neben dem Vorbericht (Anamnese) und der klinischen Untersuchung des Patienten werden in der Regel die Befunde labordiagnostischer und bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Schnittbildverfahren (CT) und die Spiegelung (Endoskopie) mit diagnostischer Spülung (Lavage) der Atemwege zur Diagnosestellung herangezogen. In seltenen Fällen ist eine minimal-invasive Probenentnahme von Lungengewebe (Biopsie) angezeigt. Neben der medikamentösen Therapie finden auch minimal-invasive interventionelle Verfahren (z.B. das Einlegen eines Stents zum Offenhalten der Luftröhre) Anwendung.

Internistische Intensivmedizin

Im Rahmen der internistischen Intensivmedizin versorgen wir Patienten mit akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen verschiedener Organsysteme (z.B. Vergiftung, akutes Nieren- oder Leberversagen, hochgradige Blutung, akute Lungenschädigung). Hierbei gewährleisten wir die intensivmedizinische Überwachung und eine gemäß dem Zustand des Patienten individuell gestaltete Therapie, einschließlich Sauerstofftherapie, der Verwendung von Blutprodukten (z.B. Blut- oder Blutplasmatransfusion) und der Ernährung über verschiedene Nahrungssonden oder der Nährstoffversorgung über das Blutgefäßsystem (parenterale Ernährung).

Medizinische Onkologie

Mit der Diagnose und Behandlung von Tumoren (Neoplasien) verschiedener Organe beschäftigen wir uns im Rahmen der medizinischen Onkologie.

Über den Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung des Patienten hinaus, bedarf die Abklärung von Tumorerkrankungen in der Regel weiterer diagnostischer Schritte wie Blutuntersuchung, bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall, Schnittbildverfahren, Endoskopie) und die Entnahme von Zell- (Zytologie) bzw. Gewebeproben (Histopathologie). Anhand dieser Befunde erfolgt die Beurteilung der Tumoreigenschaften (sog. Tumor-Grading) und die Stadieneinteilung der Tumorerkrankung (sog. Tumor-Staging).

 

Für die Therapie von Tumorerkrankungen führen wir verschiedene Chemotherapien durch. Dabei kann in der Regel zwischen einer Chemotherapie mit dem Ziel der Tumorbekämpfung (konventionelle zytostatische Chemotherapie) und einer solchen, die auf die Stabilisierung der Tumorerkrankung abzielt (metronomische antiangiogene Chemotherapie), gewählt werden. Über das individuelle Chemotherapieprotokoll entscheiden dabei die Eignung und der zu erwartende Erfolg für die entsprechende Tumorerkrankung, der allgemeine Zustand des Patienten und die Wünsche des Patientenbesitzers. Spezialverfahren (z.B. Laserablation von Tumorgewebe im Bereich des Harnblasenhalses, Einlegen eines Stents zum Offenhalten der Harnröhre) lassen sich ebenfalls bei Tumorerkrankungen einsetzen. Für eine onkologische Chirurgie werden Spezialisten der Abteilung Weichteilchirurgie hinzugezogen.

Gynäkologie und Andrologie (Theriogenologie)

Im Rahmen der Fortpflanzungsmedizin beschäftigen wir uns mit Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane, der Bestimmung des optimalen Deckzeitpunkts, der Trächtigkeit und Geburt sowie mit Erkrankungen im Zusammenhang mit der Milchproduktion (Laktation).

Dermatologie

Das Teilgebiet der Dermatologie befasst sich mit Erkrankungen der Haut, hierzu zählen ebenso die Pfoten samt Krallen sowie das äußere Ohr bis zum Trommelfell und der Nasenspiegel. Wie beim Menschen spielen auch in der Tiermedizin allergische Erkrankungen eine immer größer werdende Rolle (z.B. Futtermittel- oder Umweltallergien). Aber auch parasitäre Infektionen (Milben und Flöhe), Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion [Hypothyreose] oder Nebennierenüberfunktion [Morbus Cushing]), Pilze oder Autoimmunerkrankungen können sich über Veränderungen des Hautbildes, der Fellqualität oder Juckreiz äußern.

 

Der Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung spielen hierbei eine ganz besondere Rolle. Zusätzlich werden aus veränderten Arealen Zellproben (Abklatschzytologie oder Hautgeschabsel) entnommen und diese unter dem Mikroskop beurteilt. Hierbei geht es vor allem um den Nachweis von Bakterien, Hefepilzen oder Milben. Zusätzlich können auch Blutuntersuchungen oder die Entnahme von Hautstanzen (Biopsie) in Narkose notwendig sein. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle.

Kardiologie

Die häufigsten Vorstellungsgründe in der kardiologischen Abteilung sind Symptome wie erschwerte Atmung, Husten, Schwäche bis Kollaps oder im Vorfeld aufgefallene veränderte Befunde bei der Auskultation (insbesondere Herzgeräusch, Herzrhythmusstörung) oder bei anderen Voruntersuchungen (z.B. Röntgenuntersuchung, Bluttests).Ziel der kardiologischen Untersuchung ist der Ein- oder Ausschluss einer Herzerkrankung. Je nach gestellter Diagnose besprechen wir mit Ihnen Prognose, Therapiebedarf und die entsprechende Therapieempfehlung.

 

Auf dem Weg zur Diagnose stehen die Anamnese (Erfassen der Vorgeschichte) und die klinische Untersuchung. Aus den dabei erhobenen Befunden ergibt sich, welche weiteren diagnostischen Schritte für Ihr Tier empfehlenswert sind. In Frage kommen in erster Linie die nachfolgend genannten Verfahren. Diese Untersuchungen werden in aller Regel gut toleriert und erfordern weder Narkose noch Sedation.

Infektionsmedizin

Erkrankungen durch Erreger wie Viren (z.B. Parvovirose, Zwingerhusten), Bakterien (z.B. infektiöse Blutarmut, Leptospirose, Salmonellose) und Parasiten (z.B. Bandwurmbefall, Toxoplasmose) sind bei Hund und Katze von großer Bedeutung. Das Spektrum von Erregern und betroffenen Organsystemen ist dabei vielfältig. Je nach Art der Infektion kommen verschiedene diagnostische Verfahren zum Einsatz. Diese beinhalten den direkten (z.B. Nachweis des Erregers durch molekularbiologische Methoden) oder indirekten Nachweis des Infektionserregers (z.B. Nachweis von Antikörpern gegen den Erreger), auf dessen Grundlage die spezifische Therapie abgeleitet wird.

Besondere Leistungen

Endoskopische Untersuchung von Magen-Darm-, Respirations- und Urogenitaltrakt, einschließlich der Entnahme von Gewebe- und Spülproben sowie Fremdkörperentfernungen

Die Endoskopie ermöglicht die eingehende Untersuchung von Hohlorganen und die gezielte Entnahme von Gewebe- oder Spülproben unter Verwendung eines Endoskops, ohne dass es hierfür einem chirurgischen Eingriff bedarf. Dabei können Veränderungen der Schleimhautoberfläche diagnostiziert und gegebenenfalls auch Fremdkörper entfernt werden. Verschiedene Endoskoptypen (flexible und starre Endoskope) und -größen (Durchmesser und Länge) sowie entsprechendes Zubehör stehen hierfür zur Verfügung.

Interventionelle Verfahren am Magen-Darm- und Urogenitaltrakt einschließlich Ballondilatation von Strikturen, Lasertechniken und das Einlegen von Stents

Minimal-invasive interventionelle Verfahren kommen bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz und haben den Vorteil, dass ein operativer Eingriff mitsamt möglichen Komplikationen umgangen werden kann. Am Magen-Darmtrakt können so beispielsweise Bindegewebsspangen (Strikturen) im Bereich der Speiseröhre aufgeweitet werden, welche die Aufnahme von Nahrung oft erheblich beeinträchtigen. Hierfür wird ein spezieller Ballonkatheter über der Engstelle (Striktur) positioniert und diese durch die Befüllung des Ballons mit Luft oder Wasser (unter endoskopischer Kontrolle) aufgedehnt.

Minimal-invasive Lasertechniken eignen sich insbesondere für die Durchtrennung von Strikturen im Bereich des Harn- und Geschlechtsapparates, Zertrümmerung von Harnsteinen (Lithotripsie) und die Korrektur einer verlagerten Einmündung des Harnleiters in die Harnblase (Ektopie), sofern der betroffene Harnleiter tunnelartig in der Harnblasenwand verläuft.

 

Bei Strikturen oder Tumoren, welche die Harnröhre verlegen und den Harnabsatz behindern, bietet sich die Möglichkeit einen Stent in die Harnröhre (Urethra-Stent) einzulegen, um diese offenzuhalten. Stents können auch bei einer Verlegung des Harnleiters (Ureter-Stent) eingesetzt werden, um einen störungsfreien Harnablauf in die Harnblase zu ermöglichen.

Laparoskopische Probenentnahme der Leber und Gallenblase

Die Laparoskopie ist ein minimalinvasives Verfahren mit hoher Präzision. Es beinhaltet das Einbringen einer Stablinsen-Optik (Laparoskop) sowie anderer Instrumente (z.B. Zangen für die Entnahme von Gewebeproben) durch einen Trokarzugang (sog. Schlüsselloch-Chirurgie) in der Bauchwand. Zur Begutachtung von Organen und Entnahme von Gewebeproben bedingt dieses Verfahren das Einblasen (Insufflation) von Gas in die Bauchhöhle. Unter der Verwendung einer Löffelzange werden Gewebeproben der Leber entnommen (Leberbiopsie) und anschließend mit einer dünnen Kanüle die Gallenblase punktiert und etwas Galle gewonnen (Cholezystozentese).

Herstellung und Verabreichung von Blutprodukten (Blutbank)

Mit der Unterhaltung unserer Blutbank gewährleisten wir das kritisch kranke Patienten, wie beispielsweise Patienten mit akuter hochgradiger Blutarmut (Anämie) oder einer hochgradigen Störung der Blutgerinnung (Koagulopathie), angemessen intensivmedizinisch versorgt werden können. Hierfür halten wir verschiedene Blutkonserven bereit: Konzentrate roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrate) und weitgehend zellfreies Blutplasma (gefrorenes Frischplasma). Bei Bedarf haben wir zudem die Möglichkeit frisches Vollblut einer Einzelspende zu verabreichen.

Betreuung von internistischen Intensivpatienten inkl. speziellem Ernährungsmanagement über Nahrungssonden oder parenterale Ernährung

Im Rahmen der Versorgung von Patienten mit akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen gewährleisten wir die intensivmedizinische Überwachung (z.B. zentraler Venendruck, Sauerstoffsättigung, Elektrokardiogramm, Blutparameterkontrolle) und eine am Zustand des Patienten orientierte individuelle Therapie wie beispielsweise Sauerstofftherapie, Verabreichung von Blutprodukten, Sicherstellung der Versorgung mit Nährstoffen bei kritisch kranken Patienten (z.B. über Sondenernährung oder Nährstoffversorgung über das Blutgefäßsystem [partielle oder totale parenterale Ernährung]).

Aspiration und Biopsieentnahme des Knochenmarks

Die Knochenmarkspunktion (Aspiration) bzw. Entnahme eines kleinen Knochenmarkzylinders mittels Stanze (Biopsie) wird sehr häufig zur Beurteilung der Blutbildung und Diagnose von Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe herangezogen. Die Probengewinnung erfolgt dabei mit Hilfe einer Hohlnadel.

Beratung und Behandlung onkologischer Patienten, Verabreichung von Chemotherapien

Für die Therapie von Tumorerkrankungen kommen häufig verschiedene Therapieformen in Betracht. Hier beraten wir Sie gern im Hinblick auf die optimale Gestaltung der Tumortherapie.

Infektionsstation

Bei einer Infektion mit Erregern, die für andere Hunde und Katzen hochansteckend sein können (z.B. Parvovirose, Zwingerhusten), werden Patienten bei uns auf einer ausschließlich hierfür vorgesehenen und entsprechend ausgestatteten Infektionsstation behandelt, um das Risiko der Übertragung solcher Erreger einzudämmen.

Besondere Leistungen der Dermatologie

Zu den besonderen Leistungen der Dermatologie zählen die Entnahme von Hautgeschabseln zum Nachweis von Parasiten, Anfertigung eines Trichogramms zur Beurteilung der Haarstruktur, Anlegen von Pilzkulturen, Zellproben (Zytologien) zum Nachweis von Bakterien oder Hefen auf der Haut oder im Ohr, Erstellung einer individuellen Ausschlussdiät bei Futtermittelallergikern, Entnahme von Gewebeproben der Haut (Hautbiopsien), Antikörper-basierte (serologische) Allergietests und die Durchführung einer Desensibilisierung zur gezielten Therapie einer Allergie.

Besondere Leistungen der Kardiologie

Herzultraschall (Echokardiografie). Dieser Schritt ist ein integraler Bestandteil der Diagnostik. Hier werden die Strukturen des Herzens sowie der Blutfluss  dargestellt. Das ermöglicht die Diagnosestellung der meisten angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen.

Röntgendiagnostik. Hier kann eine Einschätzung von Herzgröße und -form sowie insbesondere der Lungendurchblutung vorgenommen werden.

Elektrokardiogramm (EKG). In der Tiermedizin dient ein EKG in erster Linie der Abklärung von Herzrhythmusstörungen.

Langzeit-EKG (Holter-EKG). Hier wird über 24 Stunden und länger der Herzrhythmus Ihres Tieres aufgezeichnet. Besondere Bedeutung hat dieser Schritt bei bestimmten Herzrhythmusstörungen und der Früherkennung bestimmter Herzmuskelerkrankungen bei gefährdeten Rassen (z.B. Dobermann, Boxer).

 

Blutdruckmessung. 

Besondere Ausstattung

Videoendoskopie (flexible und starre Endoskope)

Die Endoskopie ermöglicht die eingehende Untersuchung von Hohlorganen (z.B. Magen-Darmtrakt, Atemwege, Harn- und Geschlechtsapparat) oder Körperhöhlen (z.B. Bauchhöhle) und die gezielte Entnahme von Gewebe- oder Spülproben unter Verwendung eines Endoskops, ohne dass es hierfür einem chirurgischen Eingriff bedarf. Dabei können Veränderungen der Schleimhautoberfläche diagnostiziert und gegebenenfalls auch Fremdkörper entfernt werden. Verschiedene Endoskoptypen (flexible und starre Endoskope) und -größen (Durchmesser und Länge) sowie entsprechendes Zubehör stehen hierfür zur Verfügung.

Dioden- und Holmium:YAG-Laser

Medizinische Lasertechniken eignen sich insbesondere für die Durchtrennung von bindegewebigen Spangen (Strikturen) im Bereich des Harn- und Geschlechtsapparates, Zertrümmerung von Harnsteinen (Lithotripsie) und die Korrektur einer verlagerten Einmündung des Harnleiters in die Harnblase (Ektopie).

Interventionelle Radiologie/Interventionelle Endoskopie

Minimal-invasive interventionelle Verfahren haben den Vorteil, dass ein größerer operativer Eingriff umgangen werden kann. So können beispielsweise Bindegewebsspangen (Strikturen) im Bereich der Speiseröhre mit einem Ballonkatheter unter endoskopischer Kontrolle aufgeweitet werden. Minimal-invasive Lasertechniken erlauben das Zertrümmern von Steinen (Lithotripsie). Durch ihre große Koagulationswirkung und Schneidequalität eignen sich medizinische Laserverfahren ebenfalls für die Durchtrennung von Gewebe (z.B. Fehlbildungen, narbige Gewebespangen). Bei Strikturen oder Tumoren, welche die Harnröhre verlegen und den Harnabsatz behindern, bietet sich die Möglichkeit eines Harnröhren-Stents (Urethra-Stent), um die Harnröhre offenzuhalten. Stents werden auch bei einer Verlegung des Harnleiters (Ureter-Stent) eingesetzt, um den Harnabfluss aufrechtzuerhalten.

Blutbank

Mit der Unterhaltung unserer Blutbank halten wir verschiedene Blutkonserven für die intensivmedizinische Versorgung kritisch kranker Patienten bereit. Diese Blutprodukte umfassen: Konzentrate roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrate) und weitgehend zellfreies Blutplasma (gefrorenes Frischplasma). Bei Bedarf besteht die Möglichkeit frisches Vollblut einer Einzelspende zu verabreichen.

 

Mehr über unsere Blutbank erfahren Sie hier: ** LINK ZUM BLUTSPENDEFLYER **

Klinik-Labor

Die meisten labordiagnostischen Untersuchungen (z.B. Hämatologie, Blutchemie, Untersuchung von Harn einschließlich Harnsediment, Gerinnungsprofil und weitere spezielle Labortests) werden in unserem Klinik-Labor durch erfahrenes, medizinisch-technisches Laborpersonal durchgeführt. Das Labor arbeitet dabei mit einer der modernsten Ausstattungen und alle labordiagnostischen Verfahren unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle.

Intensivstation

Die intensivmedizinische Versorgung kritisch kranker Patienten erfolgt auf einer entsprechend hierfür ausgestatteten Intensivstation, mit der Möglichkeit einer 24-stündigen, engmaschigen Überwachung und Therapie des Patienten. Zur Ausstattung der Intensivstation gehören unter anderem ein spezieller Käfig für die Sauerstofftherapie, Apparate für die Erfassung spezifischer Parameter zur Patientenüberwachung (z.B. Elektrokardiogramm, zentraler Venendruck, Pulsoximetrie, peripherer Blutdruck), spezielle Absaugevorrichtungen, Vorrichtungen zur Wärmetherapie, Notfallmedikamente und eine Anzahl verschiedener Patientenboxen mit weichen, gepolsterten Unterlagen.

Forschungsschwerpunkte

Diagnose und Therapie chronischer Enteropathien bei Hund und Katze

Chronische Enteropathien, wie die chronisch-entzündliche Darmerkrankung, kennzeichnen sich durch eine häufig wiederkehrende klinische Symptomatik infolge einer Entzündung der Darmschleimhaut, deren Ursache wahrscheinlich komplexer Natur und bislang nicht abschließend geklärt ist. Die Abklärung von Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ist häufig langwierig und erfordert schlussendlich die Entnahme mehrerer Gewebeproben der Darmschleimhaut. Auch die Therapie dieser Erkrankung sowie die Abschätzung des Krankheitsverlaufs ist mitunter schwierig. Die Erforschung nicht-invasiver, potenziell klinisch-brauchbarer Biomarker (Zellstrukturen, Moleküle), welche die Diagnose und Therapie chronischer Enteropathien objektiv unterstützen können, sind ein zentraler Bestandteil unserer Forschung.

Mukosales Immunsystem, Entzündungsmediatoren und Rezeptoren der angeborenen Immunität

Die angeborene Immunität ist von zentraler Bedeutung für das Schleimhautimmunsystem, beispielsweise der Darmschleimhaut (sog. Gut-associated lymphoid tissue, kurz GALT). Verschiedene freie Substanzen (Mediatoren) und Oberflächenmoleküle (Rezeptoren) bilden die Grundlage der Zell-Zell-Kommunikation im Schleimhautimmunsystem. Ein Bestandteil unserer Forschung ist die Untersuchung von Veränderungen im Vorkommen bzw. der Funktion von Entzündungsmediatoren und Rezeptoren bei immunbedingten Erkrankungen, wie die chronisch-entzündliche Darmerkrankung beim Hund, mit dem Ziel, Ansätze für neuartige Therapiestrategien zu entwickeln.

Sepsis und das Systemic-Inflammatory-Response-Syndrom (SIRS)

Das Systemic-Inflammatory-Response-Syndrom (SIRS) ist die entzündliche Reaktion des Körpers im Zuge einer schwerwiegenden Erkrankung (z.B. Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder der Lunge, hochgradige Verbrennungen). Unter Sepsis versteht man ein SIRS mit nachgewiesener Infektion (z.B. bakteriell), welche generell mit einer schlechteren Prognose verbunden ist und daher einer intensiveren Therapie bedarf. Die Differenzierung beider Erkrankungen ist klinisch häufig schwierig. Von klinischem Nutzen wäre in diesem Rahmen ein Biomarker oder ein Biomarkerprofil, welches die Unterscheidung beider Erkrankungsformen sowie eine Abschätzung der Prognose des einzelnen Patienten erlaubt. Unsere Forschung beschäftigt sich daher mit der Untersuchung bestimmter nicht-invasiver Biomarker, im Hinblick auf deren klinische Brauchbarkeit für die Diagnose und Therapie der SIRS bzw. Sepsis beim Hund.

Nicht-invasive Diagnostik und Therapie des Übergangszellkarzinoms beim Hund

Das Übergangszellkarzinom ist der häufigste Tumor der Harnblase beim Hund. Wie auch bei anderen Tumoren, verläuft die Erkrankung in der Regel für einige Zeit ohne merkliche Symptome (subklinisch). Daher wird der Tumor häufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erkannt, wenn die klinischen Symptome (z.B. Probleme beim Harnabsatz, Blut im Harn) auffallen. Ein nicht-invasiver Labortest, welcher die Tumorerkrankung bereits im frühen Krankheitsstadium anzuzeigen vermag, ist daher von großem klinischen Interesse. Ein Teil unserer Forschungsarbeit bezieht sich auf die Untersuchung der Brauchbarkeit ausgewählter Labortests für die frühzeitige Diagnose (sog. Tumor-Screening) des Übergangszellkarzinoms beim Hund.

Cobalaminmangel beim Hund

Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein wichtiges Substrat für verschiedene Stoffwechselprozesse (z.B. Blutbildung, Funktion von Nervenzellen, Regeneration von Schleimhäuten) sowohl bei Hund und Katze als auch beim Menschen. Ein Vitamin B12-Mangel kann daher nachhaltige Konsequenzen haben. Im Rahmen unserer Forschung widmen wir uns neben der Untersuchung rassespezifischer Vitamin B12-Mangelzustände auch mit der Frage der optimalen Therapiestrategie bei einem solchen Mangel.

Der Gehörgang brachyzephaler Hunde

Es ist bereits bekannt, dass es durch die besondere Schädelform kurzschnäuziger Hunderassen (Brachyzephalie), wie beispielsweise Mops oder Französische Bulldogge, zu einer erschwerten Atmung kommen kann. Durch Messungen an computertomographischen Bildern erforschen wir, ob zusätzlich eine Einengung des Gehörgangs und somit eine Neigung zu Erkrankungen des äußeren Ohres (Otitis externa) besteht.

Prof. Dr. Romy Heilmann

Leitung Innere Medizin

Dr. Silvia Blaschzik

Oberärztin

Dr. Frauke Rödler

Oberärztin

Katja Kalenyak

Tierärztin

Carolin Erdmann

Tierärztin

Tanja Töpfer

Tierärztin

Isabel Cabrera Garcia

Tierärztin

Dr. Catharina Euler

Tierärztin

Dr. Florian Traub

Tierarzt

Ines Müller

Labor

Grit Müller

Labor

Anne-Sophie Schmidt

Labor

Abteilung:
Innere Medizin

E-Mail-Adresse:
romy.heilmann@kleintierklinik.uni-leipzig.de

E-Mail-Adresse Abteilung:
inneremedizin@kleintierklinik.uni-leipzig.de

Telefon Abteilung:
38757

Telefon (DECT):
38999

Telefon Dienstzimmer:
38702

Zimmer:
205

Prof. Dr. Romy Heilmann

Leitung Innere Medizin

studiert in / ausgebildet in:
Universität Leipzig, Vetsuisse Universität Bern/Schweiz, Texas A&M University/USA

Beruf:
Tierärztin

Bisherige berufliche Stationen:

- Ennetseeklinik - Tierärztliche Spezialistenklinik Hünenberg/Schweiz (Leiterin Innere Medizin)
- Small Animal Veterinary Teaching Hospital Texas A&M University/USA (Residency Small Animal Internal Medicine)
- Gastrointestinal Laboratory Texas A&M University/USA (Ph.D.)
- Tierärztliches Überweisungszentrum Tenniken/Schweiz (Rotating Internship - Small Animal)
- Texas A&M University/Vetsuisse Universität Bern (Promotion)
- Kleintierpraxis R. Heilmann (Assistenztierärztin)

Anerkannte Qualifikationen:

Innere Medizin der Kleintiere (Dipl. ACVIM-SAIM, Dipl. ECVIM-CA)

Persönliche Spezialgebiete:

Gastroenterologie/Pankreatologie/Hepatologie, Endokrinologie, Interventionelle Endoskopie/Radiologie

Forschungsschwerpunkte:

Gastroenterologie/Hepatologie/Pankreatologie, Autoimmunerkrankungen (insbes. Rolle der angeborenen Immunität), Sepsis/systemische Entzündung, Übergangszellkarzinom der Harnwege beim Hund

Abteilung:
HNO

Dr. Silvia Blaschzik

Oberärztin

Abteilung:
Innere Medizin

E-Mail-Adresse:
roedler@kleintierklinik.uni-leipzig.de

E-Mail-Adresse Abteilung:
inneremedizin@kleintierklinik.uni-leipzig.de

Telefon Abteilung:
38757

Telefon (DECT):
38971

Zimmer:
209

Dr. Frauke Rödler

Oberärztin

studiert in / ausgebildet in:
Leipzig

Beruf:
Tierärztin

Bisherige berufliche Stationen:

- Universität Leipzig

Anerkannte Qualifikationen:

- Fachtierärztin für Klein- und Heimtiere
- Fachtierärztin für Innere Medizin (i. A.)

Persönliche Spezialgebiete:

Hämatologie, Gastroenterologie

Link zu Veröffentlichungen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24176279; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26897434; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-102806.pdf

Abteilung:
Innere Medizin

Katja Kalenyak

Tierärztin

Abteilung:
Innere Medizin

Carolin Erdmann

Tierärztin

Abteilung:
Innere Medizin

Tanja Töpfer

Tierärztin

Abteilung:
Innere Medizin

Isabel Cabrera Garcia

Tierärztin

Abteilung:
Innere Medizin

Dr. Catharina Euler

Tierärztin

Abteilung:
Innere Medizin

Dr. Florian Traub

Tierarzt

Abteilung:
Innere Medizin

Ines Müller

Labor

Abteilung:
Innere Medizin

Grit Müller

Labor

Abteilung:
Innere Medizin

Anne-Sophie Schmidt

Labor

  • Kontakt

    Universität Leipzig
    Veterinärmedizinische Fakultät
    Klinik für Kleintiere
    An den Tierkliniken 23
    04103 Leipzig

    Telefon: +49 341 9738-700
    Telefax: +49 341 9738-799
    info@kleintierklinik.uni-leipzig.de

  • Sprechstunden

    Für Untersuchungen und Behandlungen ist eine Terminabsprache
    erforderlich. Wenn möglich, sollte eine Über­weisung des Haus­tier­arztes vor­liegen.

    Termine vereinbaren:
    Mo – Fr: 8.00 – 16.30 Uhr
    Tel. 0341 9738711

  • Notdienst

    Für akute Notfälle bie­ten wir einen 24-stün­digen Not­dienst an.

    Bitte wählen Sie die Notdienst-Nummer nur bei akuten Notfällen und nicht bei all­ge­meinen Auskünften.

    Notdienst-Nummer:
    0341 9738781